27. September 2019

Touchpoint B2B Messe

Die digitale Emotionalisierung

Auf klassischen B2B-Messen steht heute der „Point of Experience“ im Fokus. Reale und virtuelle Produkterlebnisse sind genauso so wichtig, wie der persönliche Kontakt und Fachgespräche mit dem Vertrieb. Schließlich geht es hier meist um hohe Investitionen und eine langfristige Vertrauensbasis. Die Digitalisierung verhilft da zu innovativen Produktpräsentation z. B. in Form von produktbezogenen Erlebniswelten und unterstützt bei der Kommunikation im Messeumfeld – vom Einladungs- und Leadmanagement bis hin zur Erfolgskontrolle. Die intelligente Verknüpfung mit Sozialen Medien ermöglichen zudem eine zielgerichtete und effiziente Kundenansprache rund um die Messe.

 

Aber ist der angestammte Messeplatz noch der richtige? Die Diskussionen rund um die diesjährige Automobilmesse IAA in Frankfurt mit einem 30,5%igen Besucherrückgang und einer großen Anzahl an Absagen von globalen Brands zeigt deutlich, dass die tradierten Pfade auf dem Prüfstand stehen. Der Messeauftritt ist intensives Beziehungsmanagement mit den relevanten Zielgruppen und diese brechen ebenfalls aus bekannten Mustern aus. Sie sind besser informiert, selektieren genauer und blicken öfters über den Tellerrand, als manche Unternehmen vermuten würden.

Es gibt also viele Gründe warum B2C-Messen für Industrieunternehmen eine zunehmend wichtigere Rolle spielen. Insbesondere im Automobilbereich, wo sich immer mehr Zulieferer auf den großen Consumer Electric Shows präsentieren. Zum einen, um sich einen direkten Zugang zum Markt zu erschließen, zum anderen um sich als attraktiver, zukunftsorientierter Arbeitgeber zu präsentieren und um neue Talente aus dem IT- und Softwarebereich zu rekrutieren.

Magna auf der CES in Las Vegas

Mit einem für einen Automobilzulieferer sehr spannenden Messeauftritt griff Magna die Markttreibern Individualisierung, Digitalisierung und CO2-Reduktion auf und demonstrierte Technologieführerschaft im Bereich alternative Antriebssysteme eindrucksvoll. Um dabei den Spagat zwischen den beiden Zielgruppen Entscheider/Ingenieure und potenziellen künftigen Mitarbeitern bzw. Meinungsbildnern zu meisten, hat SPS MARKETING mit dem weltweit ersten, interaktiven Powertrain Konfigurator alle Interessen vereint.

Der Powertrain Konfigurator © SPS MARKETING

Das 7 m hohe, digitale Exponat war nicht nur ein absoluter Eyecatcher, sondern bot beiden Zielgruppen gleichermaßen ein individuelles maßgeschneidertes Produkt- und Markenerlebnis. Der über einen 49‘‘ Touchscreen gesteuerte hydraulische Powertrain Konfigurator ermöglichte es den Entwicklungsingenieuren der OEMs genau den Powertrain zu konfigurieren, den sie für ihr künftigen Kundenanforderungen benötigen: Vom konventionellen Antrieb über Hybridantriebe bis hin zu rein elektrischen Antriebskonzepten. Alle natürlich powered by Magna.

Am Ende der Konfiguration wurden die passenden, realen Powertrain Komponenten hydraulisch hochgefahren und eindrucksvoll mittels Lichtkonzept in Szene gesetzt. Passende Video-Fahrszenen, Facts & Benefits ergänzten das digitale Live-Erlebnis auf der riesigen LED Wall. Und am Ende konnte die persönliche Wunsch-Konfiguration via E-Mail angefordert werden.

Das Erlebnis mit dem Powertrain kann, mittels Facebook-Filter aufbereitet, in den Sozialen Netzwerken geteilt werden. © SPS MARKETING

Die Consumer bzw. potenziellen Bewerber konnten auf dem gleichen Konfigurator mit nur wenigen Klicks ihren persönlichen Fahrer-Typ bestimmen. Das Ganze gepaart mit einem hohen Spaß- und Unterhaltungsfaktor und perfekt via Facebook Filter fürs Social Media Sharing aufbereitet.

Gerhard Preslmayer, Geschäftsführer SPS MARKETING

Wohin die Reise für B2B-Unternehmen im Live Marketing in der Zukunft gehen kann, zeigt SPS MARETING auf dem GAINER Industriefestival mit einem weiteren attraktiven Beispiel.

Autor: Gerhard Preslmayer, CEO, SPS MARKETING Linz | Stuttgart


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