27. September 2019

Vom Workshop bis zur HR App

Employer Branding

Zugegeben, den meisten Unternehmen fehlen heute der Mut und die Zeit, sich intensiv mit der Frage auseinanderzusetzen, wer sie als Arbeitgeber wirklich sind? Oder wer sie in Zukunft sein wollen? Erfolgreiches Employer Branding zu entwickeln, bedingt einen langwierigen und anstrengenden Prozess, wenn es nachhaltig erfolgreich sein soll. Am Anfang stehen mehrere intensive Strategieworkshops und danach ein längerer moderierter und begleiteter Prozess.

 

Das alles erfordert eine hohe Motivation und viel Engagement von allen Beteiligten. Ob aus dem Board, dem Management, den Fachabteilungen oder den Stabstellen HR und Marketing. Employer Branding müssen alle wollen, verstehen und mittragen. Vor allem diejenigen, die den unternehmerischen Nutzen und ROI in einer langfristigen Employer Branding Kampagne sehen – und diese im Endeffekt auch bezahlen.

Warum schwierig, wenn es auch einfach geht?

Natürlich kann auch eine einfache Recruiting Kampagne nett und spannend gemacht sein. Punkt. Aber mehr eben auch nicht. Denn in Wahrheit gehört, wenn es um HR Marketing geht, fundamentale Arbeit geleistet. Schließlich sind Employer Branding, HR Marketing und Recruiting dreierlei Paar Schuhe, was häufig so gar nicht gesehen wird. Im schlimmsten Fall werden alle drei Themen gemixt und man gibt noch ein bisschen Personalentwicklung, eine Mitarbeiterbefragung, ein paar interne Poster und ein Event dazu – und schon ist der Employer Branding Kuchen fertig gebacken. Aber der schmeckt so ja niemandem wirklich, oder? Vor allem nicht denjenigen Bewerbern, die kurz darauf tatsächlich zu Mitarbeitern werden.

Ebenso gibt es Firmen, die meinen, dass es genügt, wenn über ihre jüngste Recruiting Kampagne ein paar Bewerber mehr als sonst kamen. Schnell wird dann daraus abgeleitet, dass das Personalmarketing bestens aufgestellt ist und auf einen anspruchsvollen Employer Branding Prozess getrost verzichtet werden kann. Im Endeffekt schadet in solchen Fällen die beauftragte Agentur dem Unternehmen ja auch gar nicht. Denn das in der Recruiting Kampagne Gezeigte, Gesagte und Geschriebene hat ja schließlich nur wenig mit der sowieso kaum vorhandenen Unternehmenskultur gemeinsam. Somit hat wahrscheinlich auch niemand etwas erwartet oder gar bemerkt. Und wo kein Schaden ist, da kein Kläger. Aber im Ernst – glauben Sie, dass derartige Kampagnen eine nachhaltige Wirkung zeigen? Aufmerksamkeitsstarke Motive, Designs, Sprüche und Texte sind das Eine – der mediale Druck und das Budget dahinter das Andere.

Am Ende treiben solche Kampagnen natürlich die Bewerberzahlen im eRecruiting-System nach oben. Das ist es, was messbar ist, und erst mal alle begeistert. Schön. Aber ob diese Kampagnen auch anderen Parametern im System wie Cost-per-Hire, der Drop-out-Rate im Bewerbungsprozess oder dem Arbeitgeberimage im Großen und Ganzen gerecht werden, ist stark zu bezweifeln.

Dann doch lieber auf einen richtigen und nachhaltigen Prozess setzen?

Über Jahre bewährte und erprobte Employer Branding Prozesse sind eventuell gar nicht so schlecht. Seriöse Berater und Agenturen, die in diesem Bereich seit vielen Jahren erfolgreich unterwegs sind, wissen nämlich ganz genau, was sie tun. Die Grundregel lautet: „innen vor außen – und bitte immer von oben nach unten!“ Das gilt es zu beachten, bevor man mit seiner Arbeitgebermarke überhaupt nach außen tritt. Spätestens dann muss sichergestellt sein, dass all das, was nach außen versprochen und kommuniziert, auch nach innen gelebt wird.

Dabei ist von einer guten und professionellen internen Kommunikation noch ganz zu schweigen. Wussten Sie, dass zum Beispiel nur rund 50% der Mitarbeiter in deutschen Unternehmen mit der internen Kommunikation zufrieden sind? Damit verbunden ist meistens gleich die innere Kündigung und Mitarbeiter sind weit weg von einem “Spirit of Power“.

Hier gibt es ordentlich Nachholbedarf, selbst wenn heute bereits viele Unternehmen in der internen Kommunikation strategisch bestens unterwegs sind und inhaltlich gut aufgestellt. Zumindest, wenn man alles miteinbezieht, was in der Schublade liegt, oder irgendwo in internen Freigabeprozessen schlummert. Die wichtigste Aufgabe der Verantwortlichen ist es, sicher zu stellen, dass interne Kommunikation, einfach, schnell und reibungslos funktioniert – in guten wie in schlechten Zeiten. Der Content muss immer tief aus dem Unternehmen herauskommen, authentisch und glaubwürdig sein. Wichtige sachliche Informationen müssen transparent aufbereitet und ohne Zeitverzögerung an die Mitarbeiter/innen kommen. Bevor der Flurfunk losgeht und intern für Ängste und Gerüchte sorgt.

Wird in Zeiten der Informationsüberflutung die interne Kommunikation zur Holschuld?

Intranet und schwarzes Brett sind nicht allen zugänglich und werden immer weniger genutzt. Niemand beschäftigt sich freiwillig außerhalb der Arbeitszeit mit Informationen aus dem Unternehmen. Es sei denn, es werden niedrigschwellige, pro-aktive interne Kommunikationstools angeboten, die eine gute Usability für die Mitarbeiter bieten, einfach und effizient anwendbar sind und gut ins Leben passen. Ein perfektes Beispiel dafür ist die hAPPydo® HR App von SPS MAKETING, die bereits beim globalen Automobilzulieferer Magna als myLife App erfolgreich im Einsatz ist.

Die auf dem Content Management System hAPPydo basierende HR-App von SPS MARKETING bildet die optimale technische Plattform. Mit einem hohen Individualisierungsgrad, Corporate Design Anpassung und globaler Skalierbarkeit.

Der Missing Link zwischen Unternehmen und Mitarbeitern

Schnell, einfach und direkt: Mit der myLife App entwickelte SPS MARKETING ein eigenes Tool für Mitarbeiter und Bewerber von Magna. Die Mitarbeiter-App dient mit ihren zahlreichen Angeboten nicht nur der Stärkung der Arbeitgebermarke und einer schnelleren und besseren internen Kommunikation, sondern unterstützt auch den Recruiting Prozess.

Die myLife Smartphone App bietet jedem Magna Mitarbeiter weltweit Zugriff auf die aktuellsten unternehmensinternen Informationen. Zusatzfunktionen wie Push Nachrichten, Umfragen, Eventkalender mit Registrierung und Zugriff auf die aktuelle Ausgabe des Mitarbeitermagazins und weitere myLife Services runden das Angebot ab. Die App, die auf dem Content Management System hAPPydo® basiert, kann ganz einfach – zentral oder dezentral – von Marketing und oder HR gepflegt werden.

Ob auf Android oder iOS – die HR App bündelt die interne und Kommunikation im Magna Konzern in einem einzigen Kanal über alle Länder und Sprachen hinweg. Weltweit an allen Magna Standorten für über 170.00 Mitarbeiter an 428 Standorten in 28 Ländern und über 21 Sprachen.

Aber das ist eben nur ein Beispiel von vielen, wie ein Tool mit Mehrwert einen gut geführten Employer Brand unterstützen kann.
Links:
https://youtu.be/Rc52fn_CF58
https://happydo.app

Die hAPPydo® HR App können Sie übrigens auf dem GAINER Industriefestival 2019 am Stand von SPS MARKETING live erleben.

Autor: Gerhard Preslmayer, CEO, SPS MARKETING Linz | Stuttgart


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