19. September 2019

Young Talents

25 Teenager, die unsere Welt besser machen

Sie leben im Jetzt, brennen für die gute Sache und in (fast) jedem ihrer Sätze liegt Weisheit: Mit der Generation Z stehen die Social Natives im Einzugsgebiet der Industrie. 25 (sehr) junge Genies, auf die man schon besser heute hört.

 

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„Langeweile? Kenne ich nicht!“
Max Spiess, mehrfacher Startup-Gründer © beigestellt

6. DER JUNGDYNAMIKER: Max Spiess, 14
Schüler, Start-up-Unternehmer, PowerPointVorlagen.at
Seine unternehmerischen Projekte köcheln beim mehrfachen Gründer von Start-ups nicht auf Sparflamme.

Am Ehrgeiz, unternehmerisch die Fäden zu ziehen, mangelte es Max Spiess schon im Knabenalter nicht: „Das schlummerte in mir“, sagt der 14-Jährige. Mit zehn gründete er für seinen Heimatort, die 220-Seelen-Gemeinde Groisbach in Alland, eine Lokalzeitung (50 treue Abo-Kunden), bald legte der Schüler der Vienna Business School in Mödling einen Gang zu: Sein Start-up PowerPointVorlagen.at ist auf individualisierte Präsentationen spezialisiert, mit smartmarket.click bietet Spiess mit Kompagnon Noel Portugal einen Webshop mit Geld-zurück-Garantie für Technik-Gadgets, der „nicht komplett überteuert ist“ (O-Ton Spiess).

Was Spiess, den ein Wirtschaftsstudium reizt, am Unternehmertum am meisten imponiert? Die Freiheitsgrade, zugleich Umfang und Vielfalt der Aufgaben: „Nachmittage, an denen ich mich langweile, kenne ich nicht“, sagt Spiess.

Da sieht er sich in zehn Jahren: an der Spitze seines eigenen (mitarbeiterstarken!) Unternehmens
# sucht nach der Matura ein Jahr „Auszeit“ für die Entwicklung seiner Start-ups
# zählt Familie, Freunde und das Geschäftliche zu den wichtigsten Dingen im Leben
# seine Fußballleidenschaft wird nur von seinem jüngeren Bruder Ron übertroffen

„Do what you love.“
Felix Valmont, Schauspieler und Informatik-Student © beigestellt

7. DER COURAGIERTE: Felix Valmont, 19
begann sein Informatikstudium an der JKU in frühen Jahren.
Er folgt seinem großen Traum: der Schauspielkunst.

Er folgt dem Credo von Steve Jobs: „Do what you love, and you´ll never work a day in your life“. Die gängigen Hierarchiegefüge der Arbeitswelt, worauf die „Schule so beflissen vorbereitet“ (O-Ton Valmont), sind gar nicht sein Fall. Seit 16 studiert er Informatik an der JKU, die Zeit für eine langfristige Karriereplanung sei „dort oder im Entrepreneurship besser angelegt als im Klassenzimmer“, sagt er. Er mischt bei Start-up- Projekten mit, beim Linzer Fotonetzwerk Pixxers werkt er als Produktentwickler. Und er verfolgt seinen großen Traum – die Schauspielerei. Da gibt es Rollen, national wie international, in denen er sich einen Namen machen konnte. Sein Idol: Arnold Schwarzenegger. „Er ist mit limitierten Ressourcen über sich hinausgewachsen“, sagt Valmont.

Da sieht er sich in zehn Jahren: als Filmschauspieler und Unternehmer in Hollywood
# tritt aufgrund von starker Affinität für persönlichen Datenschutz unter seinem Künstlernamen auf
# entwickelte mit zehn seine erste Website „Play-Web“, eine Suchmaschine für Browser- Games
# engagiert sich für Klima- und Datenschutz

Benjamin Müller, 19, Start-up Gründer © beigestellt

8. DER INNOVATIVE: Benjamin Müller, 19
Der Absolvent der HTL-Leonding will mit seinem Start-up Wisex, auf Entwicklung, Produktion und Vertrieb von innovativen Alarmanlagen spezialisiert, durchstarten.

„In der anwendungsnahen Forschung sei es sehr schön, habe ich mir sagen lassen.“
Nikolaus Juch, außerordentlicher Studierender © beigestellt

9. DER EXPERIMENTIERFREUDIGE: Nikolaus Juch, 17
Elektronik-Frühstudium mit 15, Mentee der Uni-Koryphäe Bernd Deutschmann
Der passionierte Elektroniktüftler versetzt sein Uni-Umfeld unablässig in Staunen.

Sein Wochenprogramm beim Schnuppern am Institut für Elektronik der TU Graz spulte er an einem Vormittag ab. Dass Nikolaus Juch heute mit immer noch erst 17 Jahren außerordentlicher Hörer an der TU ist, hat also gute Gründe. Über ein Schulprojekt (O-Ton Juch: „Ich sondierte auf gut Glück online das Angebot“) fand er – fast ausschließlich aus Eigenantrieb – zu Uni-Koryphäe Bernd Deutschmann – und somit zu einem akademischen Betätigungsfeld für seine große Passion.

Die nicht von ungefähr kommt: Sein Großvater werkte als Betriebsleiter einer Wasserkraftwerksgruppe des Verbund. In der anwendungsnahen Forschung, hat er sich sagen lassen, sei das Arbeiten „sehr angenehm“ – auch deshalb, weil Industriepartner mit großem Qualitätsstreben in den Projekten „auf ordentliche F&E-Etats Wert legen“ würden, sagt Juch.

Da sieht er sich in zehn Jahren: als Uniabsolventen, in der Mikro- oder Leistungselektronik jobbend
# baute sich daheim seine eigene CNC-Fräse zur Anfertigung von Leiterplatten
# entwickelte eine – mittlerweile prämierte – singende Tesla-Spule

Clara Hiel, 18, prämierte Jungimkerin © beigestellt

10. DIE BIENENKÖNIGIN: Clara Hiel, 18
Elektronik-Frühstudium mit 15, Mentee der Uni-Koryphäe Bernd Deutschmann
Der passionierte Elektroniktüftler versetzt sein Uni-Umfeld unablässig in Staunen.

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